Alanin (Ala, A)

Strukturformel von Alanin

Synonyme: α-Alanin, 2-Aminopropansäure
CAS-Nummer: 56-41-7
Chemische Formel: C3H7NO2
Molare Masse: 89,09 g/mol
Aussehen: weißes Pulver
Aggregatzustand: fest
Dichte: 1,424 g/cm³
Schmelzpunkt: 297 °C (Zersetzung)
Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt
Löslichkeit in Wasser: gut löslich in Wasser
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: schwer löslich in organischen Lösungsmitteln
pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,34, α-Aminogruppe (pKa2) = 9,69
H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

Inhalt

Enantiomere

Alanin ist eine α-Aminosäure und besitzt zwei Enantiomere, nämlich L-Alanin und D-Alanin. Die beiden Enantiomere sind Spiegelbilder voneinander, wobei L-Alanin in der Natur am häufigsten vorkommt und in Proteinen verwendet wird.

Geschichte

Die Entdeckung von Alanin geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Es wurde erstmals im Jahr 1879 durch den deutschen Chemiker Adolph Strecker synthetisiert. Strecker verwendete Ammoniumisocyanat und Acetaldehyd, um Alanin herzustellen. Diese bahnbrechende Entdeckung legte den Grundstein für das Verständnis von Aminosäuren und deren Rolle im menschlichen Körper.

Synthese

Alanin kann sowohl durch chemische Synthese als auch durch biologische Prozesse hergestellt werden. In biologischen Systemen wird es als Zwischenprodukt im Stoffwechselweg der Aminosäuresynthese produziert. Chemisch kann es durch die Strecker-Synthese aus Ammoniumisocyanat und Acetaldehyd synthetisiert werden.

Eigenschaften von Alanin

Alanin ist eine nicht essentielle proteinogene Aminosäure und gehört zu den α-Aminosäuren. Es ist eine kristalline Substanz, die in Wasser gut löslich ist. Alanin ist optisch aktiv und hat eine aliphatische Seitenkette. Es ist hydrophob und spielt eine wichtige Rolle im Energie- und Stickstoffstoffwechsel des Körpers.

Physiologische Funktionen

Alanin spielt eine wichtige Rolle im Energie- und Stickstoffstoffwechsel des Körpers. Es kann in der Leber in Glukose umgewandelt werden und dient als Energieträger für Muskeln und das zentrale Nervensystem. Darüber hinaus ist Alanin eine wichtige Komponente von Proteinen und Peptiden und trägt zur Struktur und Funktion vieler Proteine im Körper bei.

Verwendungen von Alanin

Alanin findet in verschiedenen Anwendungen Verwendung. In der Lebensmittelindustrie wird es als Geschmacksverstärker eingesetzt. In der pharmazeutischen Industrie kann es in verschiedenen Medikamenten vorkommen. Darüber hinaus wird Alanin in der biotechnologischen Produktion von Proteinen und in der Forschung verwendet.

Inhalt

Weitere Chemikalien

Strukturformel von Benzol

Benzol

Synonyme: Benzene, Benzen, Benzin, Benzine, Benzolo, Fenzen, NCI-C55276, Phene, [6]Annulene
CAS-Nummer: 71-43-2
Chemische Formel: C6H6
Molare Masse: 78.11 g/mol
Aussehen: Farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch
Aggregatzustand: Flüssig
Dichte: 0.88 g/cm³ (20 °C)
Schmelzpunkt: 6 °C
Siedepunkt: 80 °C
Löslichkeit in Wasser: Schlecht (1.77 g/l)
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: Löslich
Säure (pKa): 43 (pKa der konjugierten Säure in Wasser)
Brechungsindex (nD): 1.5011 (20 °C)
Molekulare Form: Planar
Dipolmoment: 0 D (kein permanentes Dipolmoment)
H- und P-Sätze: H225 – H304 – H315 – H319 – H340 – H350 – H372 – H412; P201 – P210 – P273 – P301+330+331 – P302+352 – P308+313
Toxikologische Daten: LD50 (oral, Ratte) = 930 mg/kg; LD50 (dermal, Kaninchen) = >2000 mg/kg

Strukturformel von Dichlormethan (DCM)

Dichlormethan (DCM)

Synonyme: Methylene Chloride, Methane Dichloride
CAS-Nummer: 75-09-2
Chemische Formel: CH2Cl2
Molare Masse: 84.93 g/mol
Aussehen: Farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch
Aggregatzustand: flüssig
Dichte: 1.326 g/cm³ (20 °C)
Schmelzpunkt: -96.7 °C
Siedepunkt: 39.8 °C
Löslichkeit in Wasser: Unlöslich
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: Löslich
Säure (pKa): ~4.0 (pKa von HCCl2H)
Brechungsindex (nD): 1.4249 (20 °C)
Molekulare Form: Tetraedrisch
Dipolmoment: 1.60 D (gas)
H- und P-Sätze: H302, H315, H317, H319, H332, H335, H351, H361, H370, H372, P261, P280, P305+P351+P338, P309+P311, P312, P321
Toxikologische Daten: LD50 (oral, Ratte) = 1940 mg/kg; LD50 (dermal, Kaninchen) = 3540 mg/kg

Strukturformel von Furmarsäure

Fumarsäure

Synonyme: trans-Butendisäure
CAS-Nummer: 110-17-8
Chemische Formel: C4H4O4
Molare Masse: 116,07 g/mol
Aussehen: weißer kristalliner Feststoff
Aggregatzustand: fest
Dichte: ca. 1,64 g/cm³
Schmelzpunkt: 287-298 °C (Zersetzung)
Löslichkeit in Wasser: schlecht löslich in Wasser
Säure (pKa): pKa1 = 3,03, pKa2 = 4,44
H- und P-Sätze: H: 315 – 319, P: 261-280-305+351+338

Nach oben scrollen