Arginin (Arg, R)

Strukturformel von Arginin

Synonyme: 2-Amino-5-guanidinopentansäure
CAS-Nummer: 74-79-3
Chemische Formel: C6H14N4O2
Molare Masse: 174,20 g/mol
Aussehen: weißes bis gelbliches Pulver
Aggregatzustand: fest
Dichte: 1,372 g/cm³
Schmelzpunkt: 230–235 °C
Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt
Löslichkeit in Wasser: gut löslich in Wasser
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: schwer löslich in organischen Lösungsmitteln
pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,17, α-Aminogruppe (pKa2) = 9,04, Guanidingruppe (pKa3) = 12,48
H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

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Enantiomere

Arginin ist eine α-Aminosäure und besitzt zwei Enantiomere, nämlich L-Arginin und D-Arginin. Die beiden Enantiomere sind Spiegelbilder voneinander, wobei L-Arginin in der Natur am häufigsten vorkommt und in Proteinen verwendet wird.

Geschichte

Die Entdeckung von Arginin geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Es wurde erstmals im Jahr 1886 isoliert und beschrieben. Seitdem wurden verschiedene biochemische Funktionen und Verwendungen von Arginin erforscht.

Synthese

Arginin kann sowohl durch chemische Synthese als auch durch biologische Prozesse hergestellt werden. In biologischen Systemen wird es als Teil des Harnstoffzyklus produziert. Chemisch kann es synthetisiert werden, indem man Ornithin mit Carbamoylphosphat reagieren lässt.

Eigenschaften von Arginin

Arginin ist eine semi-essentielle Aminosäure und gehört zu den α-Aminosäuren. Sie ist in Wasser gut löslich und hat eine basische Seitenkette. Arginin spielt eine wichtige Rolle in verschiedenen biochemischen Prozessen, einschließlich der Stickstoffmonoxid-Produktion, was die Blutgefäße erweitert und den Blutfluss erhöht.

Physiologische Funktionen

Arginin spielt eine entscheidende Rolle in verschiedenen physiologischen Funktionen. Es ist ein Vorläufer von Stickstoffmonoxid (NO), einem wichtigen Molekül zur Regulation des Blutdrucks und zur Förderung der Durchblutung. Arginin ist auch an der Synthese von Kreatin beteiligt, einem wichtigen Energieträger in Muskelzellen.

Verwendungen von Arginin

Arginin findet in verschiedenen Anwendungen Verwendung. In der Lebensmittelindustrie wird es als Geschmacksverstärker eingesetzt. In der Sporternährung wird es oft als Nahrungsergänzungsmittel verwendet, um die Durchblutung und die Muskelregeneration zu fördern. Darüber hinaus wird Arginin in der pharmazeutischen Forschung und in der Behandlung von bestimmten medizinischen Zuständen eingesetzt.

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Weitere Chemikalien

Ionische Strukturformel von Calciumcarbonat

Calciumcarbonat

Synonyme: Calciumcarbonat, Kalziumkarbonat, kohlensaurer Kalk, Kreide, E 170
CAS-Nummer: 471-34-1 (wasserfrei), 13397-26-7 (Calcit)
Chemische Formel: CaCO3
Molare Masse: 100,09 g/mol
Aussehen: weißer, kristalliner und geruchloser Feststoff
Aggregatzustand: fest
Dichte: 2,71 g/cm³ (Calcit), 2,93 g/cm³ (Aragonit)
Schmelzpunkt: >825 °C (Zersetzung)
Löslichkeit in Wasser: praktisch unlöslich in Wasser (14 mg/l bei 20 °C)
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: unlöslich
Toxikologische Daten: 6450 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)

Strukturformel von Magnesiumsulfat

Magnesiumsulfat (MgSO4)

Synonyme: Bittersalz, Magnesium sulfate
CAS-Nummer: 7487-88-9 (wasserfrei), 10034-99-8 (Heptahydrat)
Chemische Formel: MgSO4
Molare Masse: 120,37 g/mol (wasserfrei)
Aussehen: farbloses bis weißes kristallines Pulver oder Kristalle
Aggregatzustand: fest (wasserfrei)
Dichte: 2,66 g/cm³ (bei 20 °C, wasserfrei)
Schmelzpunkt: 1124 °C (wasserfrei)
Siedepunkt: Zersetzung oberhalb von 1500 °C
Löslichkeit in Wasser: gut in Wasser löslich (70,6 g/100 ml bei 20 °C)
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: unlöslich
H- und P-Sätze: H319. P264. P280. P305+P351+P338. P337+P313
Toxikologische Daten: LD50: >2000 mg/kg (Ratte, oral)

Strukturformel von Lysin

Lysin (Lys, K)

Synonyme: 2,6-Diaminohexansäure

CAS-Nummer: 56-87-1

Chemische Formel: C6H14N2O2

Molare Masse: 146,19 g/mol

Aussehen: weißes bis gelbliches kristallines Pulver

Aggregatzustand: fest

Dichte: 1,048 g/cm³

Schmelzpunkt: 224–225 °C

Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt

Löslichkeit in Wasser: gut löslich in Wasser

Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: schwer löslich in organischen Lösungsmitteln

pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,18, ε-Aminogruppe (pKa2) = 9,74

H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

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