Ethylenglykol

Strukturformel von Ethylenglykol

Synonyme: 1,2-Ethandiol
CAS-Nummer: 107-21-1
Chemische Formel: C2H6O2
Molare Masse: 62.07 g/mol
Aussehen: Klare, farblose Flüssigkeit mit süßlichem Geschmack
Aggregatzustand: flüssig
Dichte: 1.113 g/cm³ (20 °C)
Schmelzpunkt: -12.9 °C
Siedepunkt: 197.3 °C
Löslichkeit in Wasser: Mischbar in allen Verhältnissen
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: Mischbar
Säure (pKa): ~15.0 (pKa von H2O)
Brechungsindex (nD): 1.4314 (20 °C)
Molekulare Form: Linear
Dipolmoment: 2.62 D (gas)
H- und P-Sätze: H302, H312, H332, H360, H372, P260, P264, P270, P273, P280, P301+P312, P302+P352, P304+P340, P308+P313, P314, P321, P330, P363
Toxikologische Daten: LD50 (oral, Ratte) = 4700 mg/kg; LD50 (dermal, Kaninchen) = >2000 mg/kg

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Eigenschaften von Ethylenglykol

Ethylenglykol, auch bekannt als 1,2-Ethandiol, ist eine klare, farblose Flüssigkeit mit der chemischen Formel C2H6O2. Es gehört zur Klasse der Glykole und hat eine hohe Wasserlöslichkeit. Eine einzigartige Eigenschaft von Ethylenglykol ist seine Fähigkeit, auch bei niedrigen Temperaturen flüssig zu bleiben, weshalb es häufig als Frostschutzmittel in Kühlsystemen verwendet wird. Es hat einen süßlichen Geschmack, der es für Mensch und Tier gleichermaßen attraktiv macht, aber gleichzeitig ist Ethylenglykol hochgiftig.

Verwendungen von Ethylenglykol

Kühlmittel in Fahrzeugen

Ethylenglykol wird häufig als Hauptbestandteil von Kühlmitteln in Fahrzeugmotoren verwendet. Es verhindert das Einfrieren des Kühlmittels im Winter und schützt den Motor vor Überhitzung im Sommer. Dabei zirkuliert das Gemisch aus Ethylenglykol und Wasser durch das Kühlsystem und trägt zur Stabilität der Betriebstemperatur bei.

Wärmeübertragungsflüssigkeit

Aufgrund seiner guten Wärmeübertragungseigenschaften wird Ethylenglykol auch in industriellen Prozessen als Wärmeübertragungsflüssigkeit eingesetzt. Es dient dazu, Wärme von einer Quelle zu einer anderen zu transportieren, ohne dabei seine Eigenschaften zu verändern. Dies findet in Anlagen wie Solarwärmesystemen und industriellen Kühlsystemen Anwendung.

Hydraulikflüssigkeit

Ethylenglykol wird manchmal in hydraulischen Systemen verwendet, um den Druckübertragungsprozess zu unterstützen. Es hilft dabei, die Reibung zwischen den beweglichen Teilen zu reduzieren und trägt zur gleichmäßigen Übertragung von Kräften in diesen Systemen bei.

Herstellung von Polyesterharzen

Ethylenglykol ist ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Polyesterharzen, die in der Produktion von Kunststoffflaschen, Textilfasern und anderen Polymermaterialien Verwendung finden. Es reagiert mit Säuren zu sogenannten Polyestern, die vielseitig einsetzbar sind.

Umweltaspekte

Die Entsorgung von Ethylenglykol erfordert besondere Vorsicht, da es hochgiftig ist und negative Auswirkungen auf die Umwelt haben kann. Unsachgemäße Entsorgung oder das Freisetzen von Ethylenglykol in die Umwelt kann Boden und Gewässer verschmutzen und Tiere gefährden. Daher ist es wichtig, Ethylenglykol gemäß den örtlichen Vorschriften zu entsorgen.

Sicherheitsaspekte

Ein großer Sicherheitsaspekt im Umgang mit Ethylenglykol ist seine Toxizität. Es kann schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen, wenn es verschluckt wird. Deshalb sollte der Kontakt mit Ethylenglykol unbedingt vermieden werden. Bei der Verwendung als Frostschutzmittel in Fahrzeugen ist besondere Vorsicht geboten, um die Gefahr einer unbeabsichtigten Aufnahme zu minimieren. Handschuhe und Schutzbrillen sind empfohlene Schutzausrüstungen beim Umgang mit Ethylenglykol.

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Weitere Chemikalien

Strukturformel von Arginin

Arginin (Arg, R)

Synonyme: 2-Amino-5-guanidinopentansäure
CAS-Nummer: 74-79-3
Chemische Formel: C6H14N4O2
Molare Masse: 174,20 g/mol
Aussehen: weißes bis gelbliches Pulver
Aggregatzustand: fest
Dichte: 1,372 g/cm³
Schmelzpunkt: 230–235 °C
Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt
Löslichkeit in Wasser: gut löslich in Wasser
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: schwer löslich in organischen Lösungsmitteln
pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,17, α-Aminogruppe (pKa2) = 9,04, Guanidingruppe (pKa3) = 12,48
H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

Strukturformel von Bariumhydroxid

Bariumhydroxid (Ba(OH)2)

Synonyme: Barytlauge, Barium(II) hydroxide
CAS-Nummer: 22326-55-2 (Octahydrat)
Chemische Formel: Ba(OH)2
Molare Masse: 171,34 g/mol (Octahydrat)
Aussehen: weißes Pulver (Octahydrat)
Aggregatzustand: fest bei Raumtemperatur (Octahydrat)
Schmelzpunkt: Zersetzung bei Erhitzung (Octahydrat)
Löslichkeit in Wasser: gut löslich in Wasser (Octahydrat)
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: unlöslich in organischen Lösungsmitteln
pKa: ca. 2 (Konjugierte Säure: Barium(II)ion, Ba2+)
H- und P-Sätze: H: 302, 314, P: 280, 305+351+338, 309, 310, 330

Strukturformel von Natriumhydroxid

Natriumhydroxid (NaOH)

Synonyme: Ätznatron, Natrium-Lauge, Natronlauge
CAS-Nummer: 1310-73-2
Chemische Formel: NaOH
Molare Masse: 40,00 g/mol
Aussehen: weiße, hygroskopische Feststoffe oder Lösung in Wasser
Aggregatzustand: fest (in Form von Pellets, Flocken oder Pulver) bei Raumtemperatur
Dichte: 2,13 g/cm³ (bei 20 °C)
Schmelzpunkt: 318 °C
Siedepunkt: 1388 °C
Löslichkeit in Wasser: sehr gut löslich in Wasser, exotherme Reaktion
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: unlöslich in organischen Lösungsmitteln
Säure (pKa): 13,99 für Hydroxid-Ion (OH)
H- und P-Sätze: H: 290, 314, P: 260, 280, 305+351+338, 303+361+353

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