Natriumcarbonat

Strukturformel von Natriumcarbonat

Synonyme: Natriumkarbonat, Soda, calciniertes Soda, Soda-Asche, kohlensaures Natron, Dinatriumcarbonat, Kristallsoda, Mineral Soda, E 500
CAS-Nummer: 497-19-8 (wasserfrei), 24551-51-7 (Hydrat allgemein), 5968-11-6 (Monohydrat), 6132-02-1 (Decahydrat)
Chemische Formel: Na2CO3
Molare Masse: 105,99 g/mol
Aussehen: farbloses kristallines Pulver
Aggregatzustand: fest
Dichte: 2,53 g/cm³ (wasserfrei)
Schmelzpunkt: 854 °C
Siedepunkt: 1600 °C (Zersetzung)
Löslichkeit in Wasser: gut in Wasser löslich (217 g/l bei 20 °C)
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: unlöslich
H- und P-Sätze: H319. P264. P280. P305+P351+P338. P337+P313.
Toxikologische Daten: LD50: 4090 mg/kg (Ratte, oral)

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Inhalt

Natriumcarbonat, auch bekannt als Soda und Soda-Asche ist eine anorganische Verbindung mit der chemischen Formel Na2CO3. Es ist ein weißes, kristallines Pulver, das in Wasser löslich ist und in der Natur als Mineral Trona und Thermonatrit vorkommt. Natriumcarbonat wird in großem Maßstab industriell hergestellt und hat eine Vielzahl von Anwendungen.

Herstellung

Natriumcarbonat kann auf verschiedene Weise hergestellt werden. Eine Möglichkeit ist die Solvay-Verfahren, bei dem Natriumchlorid (Kochsalz) und Ammoniak in Wasser gelöst werden und Kohlenstoffdioxid zugeführt wird. Dabei entsteht Natriumhydrogencarbonat (Natron), das durch Erhitzen zu Natriumcarbonat zerfällt. Eine andere Möglichkeit ist die Leblanc-Verfahren, bei dem Natriumsulfat mit Kohle und Calciumcarbonat erhitzt wird, um Natriumcarbonat zu bilden.

Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung von Natriumcarbonat ist die Verwendung von Trona, einem natürlich vorkommenden Mineral, das hauptsächlich aus Natriumcarbonat und Natriumbicarbonat besteht. Trona wird abgebaut, zerkleinert und erhitzt, um Natriumcarbonat freizusetzen.

Verwendung

Natriumcarbonat hat eine breite Palette von Anwendungen. Es wird in der Glasindustrie zur Herstellung von Glas verwendet, indem es mit Sand und Calciumcarbonat erhitzt wird. Es wird auch in der Papierindustrie zur Herstellung von Papier und Pappe verwendet. In der Textilindustrie wird es zum Färben und Bedrucken von Stoffen eingesetzt.

Natriumcarbonat wird auch als Lebensmittelzusatzstoff verwendet. Es ist als E500 bekannt und dient als Säureregulator, Backtriebmittel und Stabilisator. Es wird auch in der Reinigungsindustrie als Wasserenthärter eingesetzt, indem es Calcium- und Magnesiumionen im Wasser bindet.

Es wird in der Fotografie als Entwickler für Schwarzweißfilme verwendet. In der Metallurgie wird es zur Raffination von Zink und anderen Nichteisenmetallen eingesetzt. Es wird auch in der Öl- und Gasindustrie zur Regeneration von Amingasen verwendet. In der Landwirtschaft wird es als Bodenverbesserer eingesetzt, um den pH-Wert des Bodens zu erhöhen.

Umweltaspekte

In Bezug auf Umweltaspekte ist die Herstellung von Natriumcarbonat durch das Solvay-Verfahren umweltfreundlicher als das Leblanc-Verfahren, da es weniger Abfall produziert und weniger Energie verbraucht.

Sicherheit

In Bezug auf die Sicherheit in der Handhabung ist Natriumcarbonat ein reizendes Material, das schwere Augenreizungen verursachen kann. Es sollte mit Schutzhandschuhen, Schutzkleidung, Augenschutz und Gesichtsschutz gehandhabt werden. Bei Kontakt mit den Augen sollte man einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen und eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Bei anhaltender Augenreizung sollte man ärztlichen Rat einholen oder ärztliche Hilfe hinzuziehen.

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Weitere Chemikalien

Strukturformel von Kupfersulfat

Kupfersulfat

Synonyme: Kupfer (II)-sulfat, Kupfervitriol, blauer Galitzenstein, Blaustein, COPPER SULFATE (INCI)
CAS-Nummer: 7758-98-7 (wasserfrei), 7758-99-8 (Pentahydrat), 10257-54-2 (Monohydrat)
Chemische Formel: CuSO4
Molare Masse: 159,61 g·mol−1 (wasserfrei), 249,69 g·mol−1 (Pentahydrat)
Aussehen: weißes bis graues, geruchloses Pulver (wasserfrei), hellblaue bis leicht türkisfarbene Kristalle (Hydrate)
Aggregatzustand: fest
Dichte: 3,60 g·cm−3 (wasserfrei, 20 °C), 2,286 g·cm−3 (Pentahydrat, 25 °C)
Schmelzpunkt: Zersetzung bei 560 °C
Löslichkeit in Wasser: leicht in Wasser: 203 g·l−1 bei 20 °C (wasserfrei), 317 g·l−1 bei 20 °C (Pentahydrat)
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: unlöslich
H- und P-Sätze: H: 302 ‐ 318 ‐ 410 P: 273 ‐ 280 ‐ 305+351+338 ‐ 313
Toxikologische Daten: LD50 (mittlere Dosis) 300 mg/kg (oral, Ratte), 87 mg/kg (oral, Maus)

Strukturformel von Asparagin

Asparagin (Asn, N)

Synonyme: 2-Aminosuccinimid

CAS-Nummer: 70-47-3

Chemische Formel: C4H8N2O3

Molare Masse: 132,12 g/mol

Aussehen: weiße Kristalle oder Pulver

Aggregatzustand: fest

Dichte: 1,596 g/cm³

Schmelzpunkt: 234–236 °C

Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt

Löslichkeit in Wasser: gut löslich in Wasser

Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: schwer löslich in organischen Lösungsmitteln

pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,02, α-Aminogruppe (pKa2) = 8,8

H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

Strukturformel von Arginin

Arginin (Arg, R)

Synonyme: 2-Amino-5-guanidinopentansäure
CAS-Nummer: 74-79-3
Chemische Formel: C6H14N4O2
Molare Masse: 174,20 g/mol
Aussehen: weißes bis gelbliches Pulver
Aggregatzustand: fest
Dichte: 1,372 g/cm³
Schmelzpunkt: 230–235 °C
Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt
Löslichkeit in Wasser: gut löslich in Wasser
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: schwer löslich in organischen Lösungsmitteln
pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,17, α-Aminogruppe (pKa2) = 9,04, Guanidingruppe (pKa3) = 12,48
H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

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