Oxalsäure

Strukturformel von Oxalsäure

Synonyme: Ethandisäure, Kleesäure, Acidum oxalicum
CAS-Nummer: 144-62-7
Chemische Formel: C2H2O4
Molare Masse: 90,03 g/mol
Aussehen: farb- und geruchsneutraler, kristalliner Feststoff
Aggregatzustand: fest
Dichte: 1,653 g/cm³ (Dihydrat)
Schmelzpunkt: 101,5 °C (Dihydrat)
Löslichkeit in Wasser: mäßig löslich in Wasser (90–100 g/l bei 20 °C)
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: 237 g/L (15 °C) in Ethanol, 14 g/L (15 °C) in Diethylether
Säure (pKa): pKa1 = 1.23, pKa2 = 4.19
H- und P-Sätze: H: 302+312 - 318; P: 264 - 270 - 280 - 302+352+312 - 305+351+338+310 - 501

Inhalt

Oxalsäure, auch bekannt als Ethandisäure, Kleesäure oder Acidum oxalicum, ist eine organische Säure mit der Summenformel C2H2O4. Sie ist eine Dicarbonsäure und zählt zu den Alkandisäuren. Ihre Salze heißen Oxalate.

Geschichte von Oxalsäure

Oxalsäure wurde erstmals im 18. Jahrhundert von dem schwedischen Chemiker Carl Wilhelm Scheele entdeckt. Er isolierte die Säure aus dem Saft des Sauerklees (Oxalis acetosella) und gab ihr den Namen “Kleesäure”. Später wurde die Säure auch in anderen Pflanzen wie Rhabarber und Spinat gefunden.

Verwendung von Oxalsäure

Oxalsäure hat viele verschiedene Anwendungen in der Industrie und im täglichen Leben.

Synthesechemie

In der Synthesechemie wird Oxalsäure häufig als Reagenz eingesetzt, um chemische Reaktionen durchzuführen und neue Verbindungen herzustellen. Oxalsäure kann auch als Katalysator eingesetzt werden, um die Geschwindigkeit von chemischen Reaktionen zu erhöhen.

Oxalsäure wird auch in der organischen Synthese eingesetzt, um verschiedene Verbindungen herzustellen. Es kann beispielsweise zur Herstellung von Estern, Amiden und anderen Verbindungen verwendet werden. Oxalsäure kann auch zur Hydrolyse von Estern und Amiden eingesetzt werden, um die entsprechenden Carbonsäuren und Alkohole bzw. Amine zu erhalten.

In der anorganischen Synthese wird Oxalsäure häufig zur Herstellung von Oxalaten verwendet. Es kann beispielsweise mit Metallen oder Metalloxiden reagieren, um die entsprechenden Oxalate zu bilden. Oxalsäure kann auch zur Herstellung von anderen anorganischen Verbindungen wie Sulfaten, Nitrate und Phosphate verwendet werden.

Industrie

In der Industrie wird Oxalsäure häufig als Reinigungsmittel eingesetzt. Es löst viele verschiedene Substanzen auf und wird daher oft zur Reinigung von Oberflächen eingesetzt.

Sicherheit

Trotz seiner vielen Anwendungen ist Oxalsäure nicht ohne Risiken. Es kann gesundheitsschädlich sein, wenn es eingeatmet oder verschluckt wird. Oxalsäure kann auch Haut- und Augenreizungen verursachen. Es ist wichtig, beim Umgang mit Oxalsäure geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Oxalsäure ist giftig und kann bei Verschlucken oder Einatmen schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen führen. In schweren Fällen kann es auch zu Nierenversagen, Atemnot und Koma kommen.

Es ist wichtig, beim Umgang mit Oxalsäure sorgfältig vorzugehen und die möglichen Risiken zu beachten. Schutzkleidung wie Handschuhe und Schutzbrillen sollten getragen werden, um Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Nach der Verwendung von Oxalsäure sollten die Hände gründlich gewaschen werden.

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Weitere Chemikalien

Strukturformel von Leucin

Leucin (Leu, L)

Synonyme: 2-Amino-4-methylpentansäure

CAS-Nummer: 61-90-5

Chemische Formel: C6H13NO2

Molare Masse: 131,17 g/mol

Aussehen: weißes kristallines Pulver

Aggregatzustand: fest

Dichte: 1,293 g/cm³

Schmelzpunkt: 293–295 °C

Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt

Löslichkeit in Wasser: schlecht löslich in Wasser

Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: gut löslich in organischen Lösungsmitteln

pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,33, α-Aminogruppe (pKa2) = 9,74

H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

Strukturformel von Hexan

Hexan

Synonyme: n-Hexan
CAS-Nummer: 110-54-3
Chemische Formel: C6H14
Molare Masse: 86.18 g/mol
Aussehen: Farblose Flüssigkeit
Aggregatzustand: flüssig
Dichte: 0.659 g/cm³ (20 °C)
Schmelzpunkt: -95 °C
Siedepunkt: 68.7 °C
Löslichkeit in Wasser: Unlöslich
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: Löslich
Säure (pKa): ~45.0 (pKa der konjugierten Säure)
Brechungsindex (nD): 1.3759 (20 °C)
Molekulare Form: Kettenförmig
Dipolmoment: 0 D (nonpolar)
H- und P-Sätze: H304, H315, H336, H361, H373, P210, P261, P280, P301+P310, P305+P351+P338, P310
Toxikologische Daten: LD50 (oral, Ratte) = 2050 mg/kg; LD50 (dermal, Kaninchen) = >7940 mg/kg

Strukturformel von Typtophan

Tryptophan (Trp, W)

Synonyme: 2-Amino-3-(1H-indol-3-yl)propanoic acid

CAS-Nummer: 73-22-3

Chemische Formel: C11H12N2O2

Molare Masse: 204,23 g/mol

Aussehen: weißes bis leicht gelbliches kristallines Pulver

Aggregatzustand: fest

Dichte: 1,344 g/cm³

Schmelzpunkt: 282–286 °C

Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt

Löslichkeit in Wasser: schlecht löslich in Wasser

Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: gut löslich in organischen Lösungsmitteln

pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,38, α-Aminogruppe (pKa2) = 9,39

H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

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