Phosphine

Phosphine, auch Phosphane genannt, sind eine Klasse von chemischen Verbindungen, die aus ein-, zwei- oder dreifachsubstituierten Phosphin (PH3) bestehen.

Phosphine werden vor allem in der chemischen Synthese sowie der homogenen Katalyse eingesetzt. Sie haben vielfältige Eigenschaften und Anwendungen, die von ihrer Struktur und Substitution abhängen.

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Verwendungen von Phosphinen in der chemischen Synthese

Phosphine werden häufig in der chemischen Synthese eingesetzt. Sie dienen als Liganden in Übergangsmetallkomplexen und als Reduktionsmittel in verschiedenen Reaktionen. Substituierte Phosphane wie Triphenylphosphin werden oft als Ligand für katalytische Systeme in der organischen Synthese verwendet.

Liganden

Phosphine können als Liganden in Übergangsmetallkomplexen eingesetzt werden. Ein Ligand ist eine chemische Verbindung, die an ein Zentralatom bindet und dessen Koordinationszahl erhöht. Phosphine sind gute σ-Donor-Liganden und können die Elektronendichte am Zentralatom erhöhen.

Ein Beispiel für einen Übergangsmetallkomplex mit einem Phosphanliganden ist das Wilkinson-Katalysator (RhCl(PPh3)3). Dieser Katalysator wird in der Hydrierung von Alkenen eingesetzt und besteht aus einem Rhodium-Zentralatom, das von drei Chlorid- und drei Triphenylphosphanliganden umgeben ist.

Reduktionsmittel

Phosphine können auch als Reduktionsmittel in verschiedenen Reaktionen eingesetzt werden. Ein Reduktionsmittel ist eine chemische Verbindung, die Elektronen abgibt und dadurch andere Verbindungen reduziert. Phosphine sind gute Reduktionsmittel, da sie leicht Elektronen abgeben können.

Ein Beispiel für eine Reaktion, bei der Phosphine als Reduktionsmittel eingesetzt werden, ist die Staudinger-Reaktion. Bei dieser Reaktion wird ein Azid mit einem Phosphan zu einem Amin reduziert. Das Phosphan gibt dabei Elektronen ab und wird zu einem Phosphanoxid oxidiert.

Fazit

Phosphine sind wichtige Substanzen, die in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. In der chemischen Synthese dienen sie als Liganden in Übergangsmetallkomplexen und als Reduktionsmittel in verschiedenen Reaktionen.

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