Tyrosin (Tyr, Y)

Strukturformel von Tyrosin

Synonyme: 2-Amino-3-(4-hydroxyphenyl)propanoic acid
CAS-Nummer: 60-18-4
Chemische Formel: C9H11NO3
Molare Masse: 181,19 g/mol
Aussehen: weißes bis leicht gelbliches kristallines Pulver
Aggregatzustand: fest
Dichte: 1,375 g/cm³
Schmelzpunkt: 343–345 °C
Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt
Löslichkeit in Wasser: schlecht löslich in Wasser
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: gut löslich in organischen Lösungsmitteln
pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,24, α-Aminogruppe (pKa2) = 9,11, Phenolgruppe (pKa3) = 10,46
H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

Inhalt

Enantiomere

Tyrosin ist eine α-Aminosäure und besitzt zwei Enantiomere, nämlich L-Tyrosin und D-Tyrosin. Die beiden Enantiomere sind Spiegelbilder voneinander, wobei L-Tyrosin in der Natur am häufigsten vorkommt und in Proteinen verwendet wird. Tyrosin ist eine aromatische Aminosäure.

Geschichte

Die Entdeckung von Tyrosin geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Es wurde erstmals im Jahr 1846 von dem deutschen Chemiker Justus von Liebig isoliert und beschrieben. Die Bedeutung von Tyrosin als Baustein von Proteinen und seine Rolle im Stoffwechsel wurden später erkannt und erforscht.

Synthese

Tyrosin kann sowohl durch chemische Synthese als auch durch biologische Prozesse hergestellt werden. In biologischen Systemen wird es als Teil des Tyrosin-Biosynthesewegs produziert. Chemisch kann es aus Phenylalanin synthetisiert werden.

Eigenschaften von Tyrosin

Tyrosin ist eine nicht essentielle Aminosäure und gehört zu den α-Aminosäuren. Es enthält eine aromatische Seitenkette und ist in Wasser eher schlecht löslich. Tyrosin spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Proteinen und ist ein Vorläufer für die Synthese von Neurotransmittern und Hormonen wie Dopamin, Noradrenalin und Thyroxin.

Physiologische Funktionen

Tyrosin hat verschiedene physiologische Funktionen. Es ist ein wichtiger Baustein für die Bildung von Proteinen und Peptiden. Tyrosin dient auch als Vorläufer für die Synthese von wichtigen Neurotransmittern und Hormonen, die eine Rolle im zentralen Nervensystem und im Stoffwechsel spielen.

Verwendung von Tyrosin

Tyrosin findet in verschiedenen Anwendungen Verwendung. In der Lebensmittelindustrie kann es als Geschmacksverstärker und Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt werden. In der Medizin kann es bei bestimmten medizinischen Bedingungen als Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. Darüber hinaus wird Tyrosin in der Forschung und in der Herstellung von Arzneimitteln verwendet.

Inhalt

Weitere Chemikalien

Strukturformel von Triethylamin

Triethylamin

Synonyme: TEA, N,N-Diethylethanamin
CAS-Nummer: 121-44-8
Chemische Formel: (C2H5)3N
Molare Masse: 101,19 g/mol
Aussehen: farblose bis gelbliche Flüssigkeit
Aggregatzustand: flüssig bei Raumtemperatur
Siedepunkt: 89-90 °C
Löslichkeit in Wasser: begrenzt löslich in Wasser
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: gut löslich in organischen Lösungsmitteln
pKa: ca. 10-11 (Konjugierte Säure: Triethylammonium-Ion)
H- und P-Sätze: H: 226, 302, 315, 319, 335, P: 210, 280, 305+351+338, 302+352, 332+313

Strukturformel von Serin

Serin (Ser, S)

Synonyme: 2-Aminopropan-1,3-diol

CAS-Nummer: 56-45-1

Chemische Formel: C3H7NO3

Molare Masse: 105,09 g/mol

Aussehen: weißes bis leicht gelbliches kristallines Pulver

Aggregatzustand: fest

Dichte: 1,483 g/cm³

Schmelzpunkt: 222–226 °C

Siedepunkt: Kein spezifischer Siedepunkt

Löslichkeit in Wasser: gut löslich in Wasser

Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: schwer löslich in organischen Lösungsmitteln

pKa-Werte: α-Carboxylgruppe (pKa1) = 2,19, α-Aminogruppe (pKa2) = 9,15

H- und P-Sätze: H: Keine relevanten H-Sätze, P: Keine relevanten P-Sätze

Strukturformel von Oxalsäure

Oxalsäure

Synonyme: Ethandisäure, Kleesäure, Acidum oxalicum
CAS-Nummer: 144-62-7
Chemische Formel: C2H2O4
Molare Masse: 90,03 g/mol
Aussehen: farb- und geruchsneutraler, kristalliner Feststoff
Aggregatzustand: fest
Dichte: 1,653 g/cm³ (Dihydrat)
Schmelzpunkt: 101,5 °C (Dihydrat)
Löslichkeit in Wasser: mäßig löslich in Wasser (90–100 g/l bei 20 °C)
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln: 237 g/L (15 °C) in Ethanol, 14 g/L (15 °C) in Diethylether

Säure (pKa): pKa1 = 1.23, pKa2 = 4.19
H- und P-Sätze: H: 302+312 – 318; P: 264 – 270 – 280 – 302+352+312 – 305+351+338+310 – 501

Nach oben scrollen